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Mögliche Auswirkungen einer Bebauung des ehemaligen Hitachi- Geländes auf die benachbarte Wohnbebauung

Die Stadt möge für das ehemalige Hitachi-Areal vor einer endgültigen Entscheidung über die bauliche Nutzung folgende Belange umfassend fachgutachterlich prüfen lassen.

Elke März-Granda Dr. Stefan Müller-Kroehling

An den
Stadtrat Landshut
Rathaus
84028 Landshut

Landshut, den 19.06.2020

Antrag: Mögliche Auswirkungen einer Bebauung des ehemaligen Hitachi- Geländes auf die benachbarte Wohnbebauung

Die Stadt möge für das ehemalige Hitachi-Areal vor einer endgültigen Entscheidung über die bauliche Nutzung folgende Belange umfassend fachgutachterlich prüfen lassen:

1. Hydrologisches Gutachten zur Veränderung des Grundwasserhaushalts aufgrund der Bebauung mit Tiefgaragen und das Verhalten bei Hochwässern insbesondere auf die bereits bestehende Nachbarbebauung im Bereich Löschenbrand.
2. Neben dem Fachgutachten ist auch eine Stellungnahme vom WWA vorzulegen.
3. Mögliche Aktivierung eventuell vorhandener Altlasten durch die geplante Baumaßnahme.

Begründung

Im benachbarten Wohngebiet Löschenbrand kam es bereits in den vergangenen Jahren, vor allem im Sommer 2005 und im Frühjahr 2013, zu massiven Schäden an Wohngebäuden. Während die Flutmulde vollständig überschwemmt war, überflutete drückendes Grundwasser Dutzende von Kellern, in einigen Fällen brachen Bodenplatten der Wohnhäuser. Deshalb ist es naheliegend, dass durch eine weitere Versiegelung und durch den Bau von großen Tiefgaragen in der unmittelbaren Nachbarschaft eine weitere Verschärfung der Grundwassersituation in Löschenbrand eintreten kann.

Im gesamten Bereich isaraufwärts westlich Löschenbrand sind in den letzten Jahren verschiedene großflächige Bauvorhaben vorgenommen worden sind bzw. werden sie alsbald realisiert. Daher ist zu befürchten, dass neben massiven Problemen mit dem Grundwasser auch die Gefahren durch Hochwasser nach den Erfahrungen der genannten Jahre für die betroffenen Areale im Westen von Landshut alles andere als gebannt sind. Um dies auszuschließen, sollte die Stadt Landshut als zuständige Behörde die offenen Fragen klären, bevor entsprechende Entscheidungen gefällt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Elke März-Granda, Dr. Stefan Müller-Kroehling

Löschenbrand, 4. Juni 2013, Foto: Klaus Leidorf


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