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Der Zeitpunkt war noch nie so gut

Aktuell gibt es so hohe Förderungen wie noch nie, wenn Wohngebäude energieeffizient erstellt werden oder Sanierungen zu entsprechenden CO 2 - und Energieeinsparungen führen. Aus diesem Grund lud die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) zu einer Informationsveranstaltung mit Dipl. Ing. (FH) und Energieberaterin Heike Ziegler am vergangenen Donnerstag ins Gasthaus Zollhaus ein.

ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda begrüßte die interessierten Gäste im gut besetzten Saal, die sich über die seit Januar geltenden neuen Fördermöglichkeiten informieren wollten.

Sowohl die gesetzlichen Grundlagen als auch die Verbindungen zum energieeffizienten Bauen bei der Bestandssanierung und beim Wohnungsneubau wurden von Ziegler, die auch für die ÖDP zur Stadtratswahl kandidiert, in ihrem Vortrag anschaulich dargestellt. Dabei wurden sowohl die Förderungen durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW Bank) beleuchtet. Gefördert werden kann in Form von einem Kredit mit Tilgungszuschuss oder durch einen reinen Zuschuss. Auch die aktuell neuen steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten wurden erörtert. „Die Frage, ob eine Zuschussvariante oder eine Kreditvariante oder eine steuerliche Abschreibung für den Kunden die beste Lösung darstellt, sollte individuell mit dem Energieberater abgestimmt werden“, so Ziegler. Um eine optimale Ausnutzung der KfW- oder BAFA-Förderungen für das eigene Objekt zu gewährleisten, empfiehlt die Referentin die Einschaltung eines Energieberaters. Bereits die Beratungskosten für eine anstehende Sanierung werden mit 80% gefördert. An Beispielen konnte Ziegler aufzeigen, dass der Mehraufwand zu den bereits vom Bauherrn gewünschten Maßnahmen und den für eine Förderung notwendigen Maßnahmen nicht sehr groß sein muss. Der konkrete Einzelfall könne aber in jedem Fall nur individuell anhand von Berechnungen durch den Energieberater dargelegt werden.

Im zweiten Teil der Veranstaltung konnte Susanne Rieck, Gebäudebrüterbeauftragte des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) informieren, wie Sanierungen im Einklang mit dem Artenschutz durchgeführt werden können.

„Wärmeschutz und Artenschutz lassen sich gut vereinbaren“, begann Rieck ihre Ausführungen. Quartiere von Gebäude bewohnenden Vogel- und Fledermausarten an der Fassade und im Dachbereich werden bei energetischen Sanierungen meist übersehen. Obwohl diese gesetzlich ganzjährig geschützt sind, gingen in nur wenigen Jahren bei Modernisierungen eine Vielzahl der Brutplätze von Mauerseglern, Schwalben, Spatzen + Co., die bei uns bereits seit Jahrhunderten an Gebäuden leben, ersatzlos verloren. Dies geschehe oft unwissentlich und unbemerkt. Um das zu verhindern und den naturschutzgesetzlichen Auflagen zu entsprechen, sollte bereits bei der Planung von Sanierungen Vorkehrungen getroffen werden. Dabei handelt es sich um leicht realisierbare und kostengünstige Lösungen, die zudem noch von der KfW gefördert werden.

OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling wies zum Schluss des Abends daraufhin, dass der ÖDP grundsätzlich eine ganzheitliche Betrachtung dieser Thematik sehr wichtig ist. Dementsprechend sollte der Bauherr bei der Wahl der einzelnen Baustoffe die Ökobilanz seiner Maßnahmen entscheidend beeinflussen, indem möglichst natürliche und schadstofffreie Materialien zur Verwendung kommen.

Auf dem Foto von links nach rechts: Dr. Stefan Müller-Kroehling (OB-Kandidat der ÖDP), Elke März-Granda (ÖDP-Stadträtin), Susanne Rieck (Gebäudebrüterbeauftragte) und Heike Ziegler (Dipl. Ing. FH und Energieberaterin).


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