ÖDP-Politiker tauschen sich mit Vertretern der I.L.I. aus

Die Interessensgemeinschaft Landshuter Innenstadt hat sich zu einem Ideenaustausch mit den beiden ÖDP-Stadträtinnen und dem ÖDP-Oberbürgermeisterkandidaten Stefan Müller- Kroehling getroffen.

Das Ziel der I.L.I., vertreten durch die Geschäftsführerin Frau Daniela Rech, den Herren Bernhard Bachem (Vorstand, Hugendubel) und Richard Priller (Beirat, Darlapp Küchenhaus), ist die Einkaufsattraktivität und die Lebensqualität des Landshuter Zentrums zu verbessern.

So wurde Seitens der I.L.I. die Stadtratsentscheidung, die Ansiedlung von Decathlon im LA Park nicht zuzulassen, erleichtert aufgenommen. Wurde in der Auswirkungsanalyse doch festgestellt, dass diese Firma in der Innenstadt bei bestehenden Sportgeschäften Gewinneinbußen mit sich bringt. Das könnte zur Folge haben, dass die im Zentrum für ein weiteres Bestehen nicht mehr genügend Umsatz haben. „Wenn immer mehr innenstadtrelevante Waren auf der grünen Wiese verkauft werden, wird die Innenstadt immer unattraktiver und zwangsläufig müssen kleine Geschäfte und individuelle Läden schließen“, so Rech. Das Ergebnis ist dann, dass hauptsächlich nur noch Handelsketten, Cafes und Bäckereien die Kunden anlocken. Die I.L.I. hofft, dass grundsätzlich keine weiteren Verkaufsflächenerweiterungen vollzogen werden und so weitere Leerstände vermieden werden können.

Durch Leerstände fehlen den Hauseigentümern die Mieteinnahmen und historische Gebäude können nicht mehr saniert werden. Dadurch wird das Stadtbild zunehmend veröden. Im Gegenzug wächst vor den Toren der Stadt ein Einheitsbrei an Gewerbeansiedlungen auf der grünen Wiese.

Die Vorwürfe in den sozialen Medien, dass durch die verhinderte Ansiedlung von Decathlon der Stadt Gewerbesteuereinnahmen fehlen, können nicht nachvollzogen werden. Aufgrund der Gewerbesteuerzerlegung nach dem Anteil der Bruttolöhne würden sich für die Stadt Landshut deshalb nur äußerst geringe Gewerbesteuereinnahmen ergeben.

Ein weiteres wichtiges Thema bei dem Gedankenaustausch war auch, wie man gegen Leerstände in der Innenstadt vorgehen kann. Herr Priller berichtete, dass in Holzminden die Leerstände im Internet nachgesehen werden können. „Die Hausbesitzer müssen dann der Stadt Auskunft geben, warum die Immobilie e nicht genutzt wird“, so Priller. „Es fehlt in Landshut ein Leerstandsmanagement“ ergänzte die ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda. Die Politikerinnen wollen deshalb anregen, ein Leerstandsmanagement bei der Wirtschaftsförderung der Stadt anzusiedeln.

Frau Rech monierte, dass es in Landshut viele große unbelebte Bereiche ohne sichtbare Lösungsansätze gibt. Erwähnenswert sind hier die Gebäude der Alten Post, die ehemalige Martinsschule und das alte Gefängnis.

Der ÖDP-Oberbürgermeisterkandidat Stefan Müller-Kroehling regte an, dass eine autofreie Innenstadt das Einkaufserlebnis und die Aufenthaltsqualität enorm erhöhen würde. Hat sich doch gezeigt, dass die Geschäfte in der Fußgängerzone zur 1a-Lage wurden.

„Dafür brauchen wir aber ein besseres Bussystem mit Park and Ride im Osten der Stadt.“ meinte Herr Bachem. „Die Neustadt darf nicht nur als Parkplatz zur Verfügung stehen. Waren doch die Erhöhung der Aufenthaltsqualität und Belebung der Neustadt die ganz wesentlichen Ziele der Mediation 2010“, ergänzte die ÖDP-Stadträtin Christine Ackermann.


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