Stadt und Landkreis Landshut sollen Öko-Modell-Region werden

ÖDP`ler beantragen gemeinsame Teilnahme am Wettbewerb

Regionalität, Nachhaltigkeit und Bio-Lebensmittel sind im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Discounter und der Handel sind längst auf den Zug aufgesprungen. Aber wie kann die regionale Landwirtschaft, wie können Natur und Landschaft, und wie können letztlich die Menschen in unserer Region tatsächlich davon profitieren? Ein Instrument dazu soll nach dem Willen der ÖDP in Stadt und Landkreis die "Öko-Modellregion Landshut" sein.

Nach der erfolgreichen Einführung des „Recup-Bechers“ planen die ÖDP`ler in Stadt und Landkreis ein weiteres gemeinsames Projekt. Mit der Bewerbung zur Öko-Modellregion in Stadt und Landkreis Landshut profitieren Verbraucher, Landwirte und die Region gleichermaßen, davon sind die Stadt- und Kreisräte der Ökologisch Demokratischen Partei überzeugt.

„Mit diesem Projekt kann die heimische Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln künftig stärker aus regionaler Produktion gedeckt werden. Desweitern wird das Bewusstsein der Verbraucher für regionale und heimische Lebensmittel gestärkt“, so Stadträtin Elke März-Granda. Dazu wird in den Öko-Modellregionen eine große Bandbreite an Projekten umgesetzt, angefangen von der Erzeugung und Verarbeitung über Vermarktung und Gemeinschaftsverpflegung bis hin zur Bildung, berichtet Renate Hanglberger, Kreisrätin und Bäuerin eines Naturlandhofes in Oberwattenbach.

Im Mittelpunkt der Öko-Modellregionen steht aber nicht nur die Steigerung der Öko-Anbaufläche, sondern die Verbindung von Regionalität und ökologischer Erzeugung. Es geht bei den Öko-Modellregionen vor allem darum, die in den Regionen vorhandenen Potenziale zu erschließen und gemeinsam mit engagierten Akteuren vorhandene Strukturen zu beleben oder neue aufzubauen. Die Öko-Modellregionen bieten dazu Unterstützung und Begleitung, um die nächsten Schritte zu gehen.
Die Einbindung der Kommunen, Landwirte, Verbraucher und anderer lokaler Akteure in den Ausbau des ökologischen Landbaus in der Region Landshut ist das Ziel, um mehr Bewusstsein für den ökologischen Landbau und seinen Beitrag für eine nachhaltige Regionalentwicklung zu bilden.

"Gerade als Gegenpol zu dem in Stadt und Landkreis sehr hohen Flächenverbrauch aufgrund von gewaltigen Straßenbaumaßnahmen, Industrie- und Siedlungsdruck sehen wir in der erfolgreichen Teilnahme an diesem Wettbewerb viele Vorteile für unsere Heimat", erklärt der Fraktionssprecher und Landratskandidat der ÖDP, Lorenz Heilmeier. Nachdem wir mit der staatlichen Fachschule für Agrarwirtschaft, Fachrichtung Ökologischer Landbau, die älteste Fachschule für Ökolandbau im deutschsprachigen Raum in Schönbrunn haben und somit Vorreiter in der Ausbildung der jungen, ökologisch wirtschaftenden Betriebsleiter sind, steht uns eine Öko-Modellregion gemeinsam mit dem Landkreis Landshut gut zu Gesicht, betont ÖDP-Oberbürgermeister Kandidat Dr. Stefan Mühller-Kröhling. Auch könne mit der gemeinsamen Bewerbung der Slogan" Herzogstadt und Bauernland" neu mit Leben gefüllt werden.

Das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fördert in den ausgewählten Regionen eine Prozessbegleitung in Form einer Personalstelle oder entsprechender Werkverträge mit externen Büros für einen Zeitraum von zwei Jahren. Der Fördersatz beträgt derzeit 75 %, die restlichen 25 % müssen die Gemeindeverbünde selbst tragen. Die maximale Förderung beträgt 150.000 Euro für zwei Jahre. Darin enthalten ist ein Sachkostenbudget von max. 5 % der Fördersumme. Bei einer Personalstelle können ausschließlich Personalkosten gefördert werden. Vertragspartner und Fördermittelempfänger sind bei beiden Möglichkeiten ausschließlich die Kommunen. Eine Aufteilung der Personalstelle auf max. zwei Personen ist prinzipiell möglich.

Auf dem Bild von links nach rechts: ÖDP-Kreisrätin Renate Hanglberger, Kreisrat und Landratskandidat Lorenz Heilmeier, Stadträtin Elke März-Granda, OB-Kandidat Dr. Stefan Müller-Kroehling, Landshut


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