Stadtgrün, Wachstum und unsichere Verkehrswege

Pressebericht zum fünften und letzten ÖDP- Stadtteiltreff Nikola und Altstadt

Unter dem Motto "Lebenswertes Landshut - Was bewegt Sie in Ihrem Stadtteil?" machen sich die Ökodemokraten übers Jahr verteilt auf den Weg durch ganz Landshut. Der fünfte und damit letzte Bürgertreff fand im Gasthaus Zur Insel mit den ÖDP-Stadträtinnen Christine Ackermann und Elke März-Granda, sowie dem OB-Kandidaten Dr. Stefan Müller-Kroehling statt.

Beim letzten ÖDP-Stadtteiltreff kamen viele interessierte und diskussionsfreudige Bürger. Eine Besucherin kritisierte, dass Dachbegrünungen und die im Bebauungsplan festgelegte Baumpflanzung nicht umgesetzt werden. März-Granda erklärte, dass auf Grund eines Antrages der ÖDP endlich die grünordnerischen Festsetzungen in den Bebauungsplänen seit circa zwei Jahren kontrolliert werden. Seitdem wurden mehr als 1000 Bäume nachgepflanzt. Müller-Kroehling sieht dies als einen großen Erfolg der Klimapolitik der Ökodemokraten, die er vor allem im öffentlichen Raum auch noch erheblich ausdehnen wolle, denn für eine klimataugliche Stadt seien Bäume von großer Bedeutung. In diesem Zusammenhang wies März-Granda daraufhin, dass es deshalb sehr wichtig ist, den größeren Teil der Stadt, für den kein Bebauungsplan gilt, mehr zu begrünen. Dies kann aber nur mit Hilfe einer Freiflächengestaltungssatzung nachhaltig funktionieren. Damit könnte man im Neubaubereich die immer häufiger werdenden Schottergärten verhindern und Parkplätze besser mit Bäumen begrünen.

Kritisch äußerten sich Besucher über das stattgefundene Expertenhearing zur Stadtentwicklung. Moniert wurden die zum Teil zu theoretischen und überwiegend zu wenig wachstumskritischen Vorträge. Deshalb war man der Auffassung, dass diese Veranstaltung dem Thema Wachstum in keiner Weise gerecht wurde.

Einen Bürger stört es sehr, dass der in der Seligenthaler Straße geforderte Fußgängerübergang auf Höhe des Fritz-Rampfmoser-Weges im Verkehrssenat abgelehnt wurde. Da dieser Verbindungsweg sehr gut angenommen wird, wäre es wichtig, dass die häufigen Querungen der viel befahrenen Straße in diesem Bereich gefahrlos erfolgen können. Die Stadträtinnen versprachen, sich weiter dafür einzusetzen. Probleme mit parkenden Firmenfahrzeugen gibt es in der Ludmillastraße. Dort ist ein Parkraummanagement erforderlich, weil die Firmen den öffentlichen Raum für ihre Fahrzeuge missbrauchen.

Ein junger Besucher monierte, dass die Ladestation für die E-Bikes am Ländtor leider nicht überdacht ist und auch die dort angebrachte Fahrradreparatureinrichtung durch gestohlene Werkzeuge kaum nutzbar sei. Angeregt wurde deshalb eine Fahrradbox zu installieren. Ackermann wird sich dafür einsetzen, dass sich diese Situation verbessert. Einige Bürger baten, dass bei den Planungen der neuen Bushaltestelle vor dem Karstadt darauf geachtet werden soll, dass der Radweg hin zur Luitpoldbrücke noch möglich ist.

Ein weiteres Diskussionsthema war der geplante Umzug von Decathlon in das Einkaufszentrum Landshut-Park. Man war sich einig, dass die Entscheidung wichtig und richtig war, den Einzelhandel in der Innenstadt besonders zu fördern, um Nahversorgung und attraktives Einkaufen sicherzustellen. Nur so können kleine Geschäfte und individuelle Läden bestehen und Leerstände vermieden werden.


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